Tasting des Kentucky Eagle Bourbon

Geschrieben von am 4. Juli 2012 | Abgelegt unter Blog - Der Whisky Onkel berät

Da ich mich – beim letzten Tasting am 24. Juni – ja bereit erklärt hatte, diesen 6 Jahre  jungen Bourbon (40%) beim Aldi zu kaufen und zu testen, möchte ich hier mein Ergebnis kund tun.

Der junge Eagle kam mir beim Öffnen der Flasche  sehr spritig  und scharf vor. Ich hatte zudem den Eindruck eine Dose jungen Mais zu öffnen und fand nur einen Hauch Vanille beim Nosen.

Im Mund ist er ölig-pelzig und brennt dann auf der Zungenspitze.

Der Abgang ist erst leicht und schmerzlos – sprich harmlos, kommt dann aber noch mal um den Hals zu erwärmen.

Mein Fazit:

Ich denke der „Jungspund“ darf  erstmal zu Luft kommen und sollte nach einer Atempause nochmals getestet werden.

Scz.

 

Ein Kommentar zu “Tasting des Kentucky Eagle Bourbon”

  1. am 24. August 2012 um 13:50 1.diktatorsten schrieb …

    Habe gestern endlich das mir zur Verfügung gestellte Pröbchen probiert und muß sagen: Respekt, schlecht ist er nicht!

    Von einem Discounter-Whisk(e)y für 12,99 erwartet man ja nicht allzu viel. Offenbar zu Unrecht, denn mit den üblichen Standard Bourbons von Heaven Hill oder Buffalo Trace der Preiskategorie 18 bis 24 Euro kann der Kentucky Eagle locker mithalten und übertrifft mühelos andere aus dem Supermarkt bekannte Marken wie Jim Beam White Label oder Four Roses. Ein himmelweiter Unterschied zum Clarke’s 1866 aus dem Aldi Dauersortiment.

    Blind hätte ich auf einen Ancient Age, einen Heaven Hill nach Evan Williams Rezept oder einen Jim Beam à la Old Grand Dad getippt.

    Insbesondere der recht lange Vanille-Abgang ist charmant, dazu gibt’s etwas Toffee und vor allem sorgt das weitgehende Ausbleiben der oftmals gefürchteten „Kleber-Aromen“ für einen – wenn auch leichtgewichtigen – Genuß.

    Kistenweise müßte ich ihn mir nicht in den Keller stellen, doch läßt er sich problemlos pur genießen. Freunde von Vanille-Noten, die keine 30 Euro und mehr für einen Evan Williams Single Barrel ausgeben möchten und auf Intensität und Komplexität verzichten können, werden mit einem wahrhaft akzeptablen PLV belohnt.

    Die Verkostungsnotizen des Whisky Onkels:

    Aroma: Banane, Maische, sehr dezent Vanille und Kirsche, Toffee, Zitrusnoten, verhalten Pfirsich, Minze, tief im Glas Tabak, leicht alkoholisch, wenig chemisch

    Geschmack: süß, leicht, Getreide, fruchtig, Toffee, Fensterkitt, leicht chemisch und alkoholisch, im Finish Vanille und mehr Süße

    Abgang: gut mittellang, aber nicht intensiv, leicht, weich, angenehm, die Vanille dominiert und verweilt ewig, Toffee, kaubares Getreide, etwas Karamel, würziger Roggen
    verkostet im Bohemia Kristallglas mit großer Tulpe

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